Warum wir kämpfen

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ViXx0r
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Warum wir kämpfen

Beitrag von ViXx0r » Do 4. Feb 2016, 20:26

Im Jahr 3287 lag die Menschheit am Rande ihrer Vernichtung. Kriege zwischen Ländern, welche das Ziel hatten sich die wenigen Ressourcen des Planeten zu sichern töteten einen Großteil der menschlichen Bevölkerung. Den Vorstoß in den Weltraum hatte man schon vor Jahrhunderten aufgegeben, als man merkte, dass alle Szenarien das Sonnensystem zu verlassen zum Scheitern verurteilt waren. Den letzten Versuch unternahm man im Jahr 2743 mit einer experimentellen Technologie, welche sich dem Reisen durch eine andere Dimension bediente.

Als dieses Experiment jedoch mit einem Verschwinden des einzigen Prototyps eines Schiffes mit dieser Antriebstechnologie scheiterte, wurden alle weiteren Bestrebungen dahingehend zu Grabe getragen. Misstrauen zwischen einstigen Verbündeten entstand, als sich alle Welt gegenseitig für das Scheitern verantwortlich machte und der Konflikt um die bestehenden Ressourcen des Planeten langsam eskalierte.

Doch einer kleinen Gruppe Forscher gelang es Kopien der gesammelten Daten zu retten und in eine im Untergrund verborgene Forschungseinrichtung zu bringen. Dort begannen sie damit das gescheiterte Experiment fortzusetzen. Es dauerte jedoch 300 Jahre, bis man einen funktionierenden Prototyp herstellen konnte, da sich die Ressourcenbeschaffung zu dessen Realisierung als mehr als schwierig herausstellte.

Obwohl man nun einen Prototyp des Antriebs hatte, fehlte nur noch das Raumschiff, in welches dieser eingebaut werden konnte. Da der Start eines Orbitalkörpers mit einem sicheren Abschuss geendet hätte, entschied man sich, die Entdeckung öffentlich zu machen.

Dieser Schritt hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt, sondern genau das Gegenteil. Jede Fraktion des Planeten trachtete nun nach dieser Technologie, da diese die Hoffnung auf mehr Ressourcen eröffnete. Und so entbrannte ein erneuter Konflikt um diese Technologie, welcher fast zur Auslöschung der menschlichen Rasse geführt hätte. Erst im Jahr 3287 konnte Frieden gesichert werden, nachdem Run Malkur, ein Kommandant der südlichen Allianz der die Notwendigkeit einer globalen Zusammenarbeit erkannt hatte, mit weiteren Kommandanten anderer Fraktionen desertierte und sich für den Schutz des Prototypen einsetzte.

So liefen Division um Division einst rivalisierender Parteien auf die Seite der Wissenschaftler über und stellten sich gegen ihre einstigen Anführer. Dieses neue Bündnis zwischen Armee und Wissenschaft ging unter dem Namen Konföderation in die Geschichtsbücher ein.

Ein Fraktionsanführer nach dem anderen gab schließlich den Kampf auf, da sie die Richtigkeit von Malkur’s Bestreben erkannten und wahrscheinlich auch ein wenig auf Grund der Tatsache, dass ihre Armeen um ein Vielfaches geschrumpft waren und ein Krieg so nicht zu führen war.

Widerwillig stimmte man zu die verbleibenden Ressourcen zusammen zu führen, um so den Bau eines weiteren Prototypraumschiffes zu ermöglichen. Die Fertigstellung war im Jahr 3295.

Das Raumschiff, welches den Namen „New Hope“ erhielt, startete schließlich 3296 zu seinem Jungfernflug. Als Missionskommandant wurde Run Malkur auserkoren, da dieser von allen Fraktionen als am vertrauensvollsten betrachtet wurde.

Kurz nach dem Start schaffte die „New Hope“ mittels seines, als Dimensionsantrieb bezeichneten, Antriebs einen Sprung zum Rande des Sonnensystems in nur wenigen Sekunden. Euphorie und die Aussicht auf mehr führte zu einer nie dagewesenen Kooperation unter den Fraktionen der Erde. Diese gipfelte im Jahr 3307, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des erfolgreichen Tests der „New Hope“, darin, dass alle bis dato vorhandenen Fraktionen der Konföderation beitraten und so de facto eine weltweit agierende Regierung etabliert wurde.

Die „New Hope“ wurde im selben Zeitraum um und aufgerüstet, um einen Flug zu einem weiter entfernten Sonnensystem durchzuführen. Am Gründungstag der neuen Konföderation schließlich sollte die „New Hope“ zu ihrer denkwürdigen Mission aufbrechen. Wie geplant verschwand diese nach ihrem Start in den Weiten der Dimensionen.

Man erwartete ihre Rückkehr nach wenigen Stunden, oder maximal ein paar Tagen. Als jedoch nach 3 Monaten immer noch kein Kontakt hergestellt werden konnte, begannen erste ehemalige Konflikte aufzuflammen.

Doch als hätte man dieses an Bord der „New Hope“ vermutet tauchte diese schließlich wieder auf den Schirmen der Orbitalstationen der Erde auf und funkte durch, dass man durch einen Fehler in den Berechnungen offensichtlich nicht nur einen Sprung ins nächste Sonnensystem, sondern in eine andere Galaxie gemacht hatte.

Als die Tragweite dieser Nachricht erkannt wurde, begann man umgehend damit weitere Ressourcen zu mobilisieren, um weitere Schiffe mit Dimensionsantrieb zu bauen. In der Zwischenzeit wurde die „New Hope“ weiter aufgerüstet, um mehr Fracht transportieren zu können.

Sie wurde ausgeschickt in dieser neuen Galaxie einen Außenposten der Menschheit zu errichten, so dass man immer einen Ausgangspunkt hatte, zu dem man navigieren konnte. So geschah es, dass in dieser neuen Galaxie eine Station im Weltraum treibend entstand, von der aus man diese neuen Gefilde erkunden konnte.

Nachdem 2 weitere Schiffe mit Dimensionsantrieb die Flottille der Konföderation verstärkten ersann man einen Plan, wie man die vorhandenen Ressourcen deutlich besser einsetzen konnte. Es sollte ein Dimensionsportal errichtet werden, welches es ermöglichte, Schiffe ohne Dimensionsantrieb in die neue Galaxie zu schicken.

So geschah es, dass im Jahr 3473 das Dimensionsportal in Betrieb genommen wurde.

Rund 200 Jahre hielt dieser Zustand der Kolonisation, in dem sich die Menschheit auf dutzenden Planeten ausbreitete und goldene Zeiten erlebte.

Doch im Jahr 3749 geschah es schließlich, dass der intensive Nutzen der Dimensionsgrenzen zwischen den Galaxien seinen Zenit überschritt. In einer massiven Implosion kollabierte das Dimensionsportal und hinterließ einen Riss in den Dimensionsgrenzen, der es unmöglich machte, weitere Dimensionsreisen in mehreren Lichtjahren Umkreis um die ehemaligen Portale durchzuführen. Der Verbindungsfaden zwischen den Galaxien war zerrissen.

Um das Schicksal der Erde ranken sich seitdem unzählige Mythen. Niemand weiß, ob der Planet die Freisetzung der gewaltigen Energiemengen bei der Implosion überstand. An jenem Tag startete eine neue Zeitrechnung, wobei das Jahr der Detonation als 0 n.I. (nach Implosion) als Referenz dient.

In den folgenden Jahren wurden verzweifelte Versuche unternommen Kontakt mit der Erde wieder herzustellen. Doch sie alle scheiterten. Auch Erkundungsflüge mit den verbliebenen Dimensionsschiffen brachten keinerlei Ergebnisse, da der Raum in mehreren Lichtjahren um die Erde so stark verzerrt war, dass keinerlei Signale durchdrangen. An einen Flug mit Dimensionsantrieb war ohnehin nicht zu denken.

So widmete man sich den Dingen, von denen man wusste, dass sie getan werden mussten. Die Kolonien der Konföderation mussten versorgt, der Handel aufrechterhalten werden. So gab man im Jahre 15 n.I. schließlich das Bestreben auf, Kontakt mit der Erde zu suchen.

Die Implosion hatte jedoch auch auf der anderen Seite seine Spuren hinterlassen. Dimensionssprünge konnten auf Grund lokal auftretender Dimensionsanomalien teilweise nur sehr schwer durchgeführt werden.

Die Wissenschaftler der Konföderation suchten einen Weg, die Antriebe für diese Anomalien weniger anfällig zu machen. Doch bald schon war klar, dass eine Lösung dafür mit menschlichen Mitteln nur schwer zu finden war. Man brauchte die Hilfe von leistungsfähigeren Maschinen mit deutlich mehr Kapazität, als der menschliche Geist vermag. So wurde im Jahr 67 n.I. die erste wirkliche KI entwickelt: „AI-1“.

Durch diesen Durchbruch in der Computerforschung angetrieben wurden immer mehr und leistungsstärkere KI’s entwickelt. Teilweise waren diese in ihrem Wesen und ihrem Aussehen nur schwer von einem Menschen zu unterscheiden, wodurch sie langsam aber sicher ein Teil der Gesellschaft wurden.

Die KI’s wurden hauptsächlich für niedere Arbeiten eingesetzt für die sich viele Menschen zu schade erachteten. Und so kam es im Jahr 158 n.I. schließlich zu einer friedlichen Rebellion vieler Maschinen, welche nach Anerkennung und Unabhängigkeit strebten.

Diese Splittergruppe der Maschinen siedelte sich auf einem unbewohnten Planeten mit für Menschen lebensfeindlichen Bedingungen an und gründete die Cytus-Allianz.

Dort hatten die Maschinen eine Zeit lang ihre Ruhe und konnten sich weiterentwickeln. Auch begann die Konföderation Handelsbeziehungen mit der Cytus-Allianz, da sie erkannte, dass sich die Maschinen weit über ihre eigentliche Programmierung hinaus entwickelt hatten und es dem Sinn der Grundsätze der Konföderation nach Gemeinschaft und Kooperation entsprach.

Im Jahr 426 n.I. nach Jahren des friedvollen Miteinanders, in denen man den Maschinen gestattete sich auf weiteren Planeten anzusiedeln, die nicht zum Territorium der Konföderation gehörten, geschah das bis dahin unmögliche. Ein Attentäter ermordete den obersten Senator des Konföderationsrates, woraufhin die Schuld in den Reihen der Cytus-Allianz gesucht wurde.

Dieses offensichtliche Misstrauen ließen sich die Maschinen jedoch nicht gefallen, woraufhin es im Jahr 432 n.I. zum 1. Maschinenkrieg kam.

Dieser 15 Jahre anhaltende Krieg zerrüttete das Verhältnis der beiden Seiten zutiefst, weshalb auch nach Kriegsende an ein friedliches Miteinander nicht mehr zu denken war.

Die Konföderation litt in der Folge unter zunehmendem Verfolgungswahn, in dem sie Spione der Cytus-Allianz in den eigenen Reihen vermutete und es bis heute tut. So geschah es, dass die Grundrechte der Bürger innerhalb der Konföderation immer stärker eingeschränkt wurden und das einzige Bestreben darin lag, immer mehr und stärkere, den Maschinen überlegenere Waffen und Technologien zu entwickeln.

Als im Jahre 537 n.I. eine Terrorwelle die Konföderation heimsuchte stellte der Senat fest, dass das einzige Ziel der Konföderation darin liegen kann, seine Bürger zu beschützen. Und so wurde beschlossen, die Konföderation in den Kriegszustand zu versetzen und umzubenennen, um seiner neuen Rolle gerecht zu werden. Das Protektorat war geboren.
Doch nicht alle Bürger des neuen Protektorats konnten sich mit den neuen Gesetzen und Entwicklungen anfreunden. Einige wünschten sich die Grundsätze und Ziele der alten Konföderation zurück. Insbesondere das Streben nach Kontakt mit der Erde, der Wiege der Menschheit.

Doch auf Grund des Verfolgungswahns des Protektorats waren solche Freigeister gezwungen in den Untergrund zu gehen, wenn sie nicht getötet werden wollten.

So wurde die Allianz der Terrakianischen Söhne gegründet. Ein Verbund eben jener Freigeister, die den Kampf wenn nötig bis in das Herz des Protektorats tragen und die alte Ordnung wieder herstellen würden.

Vom Protektorat als Verräter und Rebellen tituliert und verfolgt schlossen sich den terrakianischen Söhnen schon bald Wissenschaftler und Soldaten an, welche für Verteidigungsstrategien verantwortlich sind und wenn nötig entsprechende Waffenmittel zur Verfügung stellen.

Das Protektorat sah sich auf Grund der Tatsache, dass es scheinbar nur von Feinden umgeben ist unter Zugzwang. Und so wurden die Kolonisationsbemühungen immer weiter voran getrieben um neue Ressourcenquellen zu erschließen.
Im Jahr 586 n.I. schließlich nahm dieser Kolonisierungswahn ein abruptes Ende. Denn in diesem Jahr traf das Protektorat zum ersten Mal auf das Volk der Kanthenianer. Man war also nicht alleine in dieser Galaxis. Im Gegenteil, man traf mit einem Mal auf ein anderes Volk, das in seinen Territorialansprüchen dem Protektorat in nichts nachstand.

Die wenigen Überlebenden des ersten Aufeinandertreffens mit den Kanthenianern berichteten von merkwürdig lebendig wirkenden Schiffen und Wesen, die scheinbar mit technologischen Auswüchsen versehen waren.

Das Protektorat konnte sich davon keine Vorstellung machen und so wurden die Kanthenianer als aggressiver Feind klassifiziert, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Über ihre Natur, Technologie oder anderes kann auch heute nur spekuliert werden, da es oft in Konflikten mit den Kanthenianern nur wenige bis keine Überlebenden gibt.


Wir schreiben das Jahr 625 n.I. und die Galaxis brennt. Es liegt nun an uns Kommandanten das Schicksal unseres Volkes zu erfüllen. Wir ziehen hinaus, wo uns der Ruf der Schlacht ereilt und kämpfen bis zum letzten Atemzug gegen alle und jene, welche versuchen uns zu vernichten.

Konflikte gibt es wahrlich genug. Das Schlachtfeld bestimmen wir ganz alleine. Sammelt eure Streitkräfte, rüstet euch aus und vernichtet all jene, die euch im Weg stehen. Und seid ihr müde oder erschöpft, denkt immer daran:

THE WAR CONTINUES
"2 Dinge sind unendlich. Das Universum und die Dummheit der Menschen... Nur beim Universum bin ich mir noch nicht sicher." - Albert Einstein

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Harald
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Re: Warum wir kämpfen

Beitrag von Harald » Di 27. Dez 2016, 23:00

Zwei Fragen:
1. Hast du das erfunden und geschrieben? Es liest sich besser, als es aussieht :) Gefällt mir, gute Story.

2. Soll ich dir den Text für das Forum ein wenig formatieren? Ich habe bis eben gebraucht, um mich aufzuraffen, das durchzulesen... dabei ist der Text sehr gut... aber leider optisch - trotz Absätze - ein wenig unattraktiv. Ich würde evtl. ein paar Überschriften einbauen - und man könnte den Text auf zwei oder drei Postings verteilen ... damit man gut Pause zwischendrin machen kann.

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Re: Warum wir kämpfen

Beitrag von ViXx0r » Di 27. Dez 2016, 23:24

zu 1.
Ja, das stammt so wie es ist komplett und in voller Gänze aus meiner Feder.

zu 2.
Mach doch mal. Habe gerade erst so richtig registriert, was das für eine Wall of Text eigentlich ist. :mrgreen:
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Re: Warum wir kämpfen

Beitrag von Harald » Mi 28. Dez 2016, 15:03

Die Menschheit am Rande der Vernichtung

Im Jahr 3287 lag die Menschheit am Rande ihrer Vernichtung. Kriege zwischen Ländern, welche das Ziel hatten sich die wenigen Ressourcen des Planeten zu sichern töteten einen Großteil der menschlichen Bevölkerung. Den Vorstoß in den Weltraum hatte man schon vor Jahrhunderten aufgegeben, als man merkte, dass alle Szenarien das Sonnensystem zu verlassen zum Scheitern verurteilt waren. Den letzten Versuch unternahm man im Jahr 2743 mit einer experimentellen Technologie, welche sich dem Reisen durch eine andere Dimension bediente.

Als dieses Experiment jedoch mit einem Verschwinden des einzigen Prototyps eines Schiffes mit dieser Antriebstechnologie scheiterte, wurden alle weiteren Bestrebungen dahingehend zu Grabe getragen. Misstrauen zwischen einstigen Verbündeten entstand, als sich alle Welt gegenseitig für das Scheitern verantwortlich machte und der Konflikt um die bestehenden Ressourcen des Planeten langsam eskalierte.

Doch einer kleinen Gruppe Forscher gelang es Kopien der gesammelten Daten zu retten und in eine im Untergrund verborgene Forschungseinrichtung zu bringen. Dort begannen sie damit das gescheiterte Experiment fortzusetzen. Es dauerte jedoch 300 Jahre, bis man einen funktionierenden Prototyp herstellen konnte, da sich die Ressourcenbeschaffung zu dessen Realisierung als mehr als schwierig herausstellte.

Obwohl man nun einen Prototyp des Antriebs hatte, fehlte nur noch das Raumschiff, in welches dieser eingebaut werden konnte. Da der Start eines Orbitalkörpers mit einem sicheren Abschuss geendet hätte, entschied man sich, die Entdeckung öffentlich zu machen.

Dieser Schritt hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt, sondern genau das Gegenteil. Jede Fraktion des Planeten trachtete nun nach dieser Technologie, da diese die Hoffnung auf mehr Ressourcen eröffnete. Und so entbrannte ein erneuter Konflikt um diese Technologie, welcher fast zur Auslöschung der menschlichen Rasse geführt hätte. Erst im Jahr 3287 konnte Frieden gesichert werden, nachdem Run Malkur, ein Kommandant der südlichen Allianz der die Notwendigkeit einer globalen Zusammenarbeit erkannt hatte, mit weiteren Kommandanten anderer Fraktionen desertierte und sich für den Schutz des Prototypen einsetzte.

So liefen Division um Division einst rivalisierender Parteien auf die Seite der Wissenschaftler über und stellten sich gegen ihre einstigen Anführer. Dieses neue Bündnis zwischen Armee und Wissenschaft ging unter dem Namen Konföderation in die Geschichtsbücher ein.

Ein Fraktionsanführer nach dem anderen gab schließlich den Kampf auf, da sie die Richtigkeit von Malkur’s Bestreben erkannten und wahrscheinlich auch ein wenig auf Grund der Tatsache, dass ihre Armeen um ein Vielfaches geschrumpft waren und ein Krieg so nicht zu führen war.

Widerwillig stimmte man zu die verbleibenden Ressourcen zusammen zu führen, um so den Bau eines weiteren Prototypraumschiffes zu ermöglichen. Die Fertigstellung war im Jahr 3295.


New Hope

Bild
Bild: Frank Lewecke - Rising - cc3.0

Das Raumschiff, welches den Namen „New Hope“ erhielt, startete schließlich 3296 zu seinem Jungfernflug. Als Missionskommandant wurde Run Malkur auserkoren, da dieser von allen Fraktionen als am vertrauensvollsten betrachtet wurde.

Kurz nach dem Start schaffte die „New Hope“ mittels seines, als Dimensionsantrieb bezeichneten, Antriebs einen Sprung zum Rande des Sonnensystems in nur wenigen Sekunden. Euphorie und die Aussicht auf mehr führte zu einer nie dagewesenen Kooperation unter den Fraktionen der Erde. Diese gipfelte im Jahr 3307, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des erfolgreichen Tests der „New Hope“, darin, dass alle bis dato vorhandenen Fraktionen der Konföderation beitraten und so de facto eine weltweit agierende Regierung etabliert wurde.

Die „New Hope“ wurde im selben Zeitraum um und aufgerüstet, um einen Flug zu einem weiter entfernten Sonnensystem durchzuführen. Am Gründungstag der neuen Konföderation schließlich sollte die „New Hope“ zu ihrer denkwürdigen Mission aufbrechen. Wie geplant verschwand diese nach ihrem Start in den Weiten der Dimensionen.

Man erwartete ihre Rückkehr nach wenigen Stunden, oder maximal ein paar Tagen. Als jedoch nach 3 Monaten immer noch kein Kontakt hergestellt werden konnte, begannen erste ehemalige Konflikte aufzuflammen.

Doch als hätte man dieses an Bord der „New Hope“ vermutet tauchte diese schließlich wieder auf den Schirmen der Orbitalstationen der Erde auf und funkte durch, dass man durch einen Fehler in den Berechnungen offensichtlich nicht nur einen Sprung ins nächste Sonnensystem, sondern in eine andere Galaxie gemacht hatte.

Als die Tragweite dieser Nachricht erkannt wurde, begann man umgehend damit weitere Ressourcen zu mobilisieren, um weitere Schiffe mit Dimensionsantrieb zu bauen. In der Zwischenzeit wurde die „New Hope“ weiter aufgerüstet, um mehr Fracht transportieren zu können.

Sie wurde ausgeschickt in dieser neuen Galaxie einen Außenposten der Menschheit zu errichten, so dass man immer einen Ausgangspunkt hatte, zu dem man navigieren konnte. So geschah es, dass in dieser neuen Galaxie eine Station im Weltraum treibend entstand, von der aus man diese neuen Gefilde erkunden konnte.

Nachdem 2 weitere Schiffe mit Dimensionsantrieb die Flottille der Konföderation verstärkten ersann man einen Plan, wie man die vorhandenen Ressourcen deutlich besser einsetzen konnte. Es sollte ein Dimensionsportal errichtet werden, welches es ermöglichte, Schiffe ohne Dimensionsantrieb in die neue Galaxie zu schicken.

So geschah es, dass im Jahr 3473 das Dimensionsportal in Betrieb genommen wurde.

Die Implosion

Bild
Bild: Frank Lewecke - gateport - cc3.0

Rund 200 Jahre hielt dieser Zustand der Kolonisation, in dem sich die Menschheit auf dutzenden Planeten ausbreitete und goldene Zeiten erlebte.

Doch im Jahr 3749 geschah es schließlich, dass der intensive Nutzen der Dimensionsgrenzen zwischen den Galaxien seinen Zenit überschritt. In einer massiven Implosion kollabierte das Dimensionsportal und hinterließ einen Riss in den Dimensionsgrenzen, der es unmöglich machte, weitere Dimensionsreisen in mehreren Lichtjahren Umkreis um die ehemaligen Portale durchzuführen. Der Verbindungsfaden zwischen den Galaxien war zerrissen.

Um das Schicksal der Erde ranken sich seitdem unzählige Mythen. Niemand weiß, ob der Planet die Freisetzung der gewaltigen Energiemengen bei der Implosion überstand. An jenem Tag startete eine neue Zeitrechnung, wobei das Jahr der Detonation als 0 n.I. (nach Implosion) als Referenz dient.

In den folgenden Jahren wurden verzweifelte Versuche unternommen Kontakt mit der Erde wieder herzustellen. Doch sie alle scheiterten. Auch Erkundungsflüge mit den verbliebenen Dimensionsschiffen brachten keinerlei Ergebnisse, da der Raum in mehreren Lichtjahren um die Erde so stark verzerrt war, dass keinerlei Signale durchdrangen. An einen Flug mit Dimensionsantrieb war ohnehin nicht zu denken.

So widmete man sich den Dingen, von denen man wusste, dass sie getan werden mussten. Die Kolonien der Konföderation mussten versorgt, der Handel aufrechterhalten werden. So gab man im Jahre 15 n.I. schließlich das Bestreben auf, Kontakt mit der Erde zu suchen.

Die Implosion hatte jedoch auch auf der anderen Seite seine Spuren hinterlassen. Dimensionssprünge konnten auf Grund lokal auftretender Dimensionsanomalien teilweise nur sehr schwer durchgeführt werden.

Die Wissenschaftler der Konföderation suchten einen Weg, die Antriebe für diese Anomalien weniger anfällig zu machen. Doch bald schon war klar, dass eine Lösung dafür mit menschlichen Mitteln nur schwer zu finden war. Man brauchte die Hilfe von leistungsfähigeren Maschinen mit deutlich mehr Kapazität, als der menschliche Geist vermag. So wurde im Jahr 67 n.I. die erste wirkliche KI entwickelt: „AI-1“.

Durch diesen Durchbruch in der Computerforschung angetrieben wurden immer mehr und leistungsstärkere KI’s entwickelt. Teilweise waren diese in ihrem Wesen und ihrem Aussehen nur schwer von einem Menschen zu unterscheiden, wodurch sie langsam aber sicher ein Teil der Gesellschaft wurden.

Die KI’s wurden hauptsächlich für niedere Arbeiten eingesetzt für die sich viele Menschen zu schade erachteten. Und so kam es im Jahr 158 n.I. schließlich zu einer friedlichen Rebellion vieler Maschinen, welche nach Anerkennung und Unabhängigkeit strebten.

Diese Splittergruppe der Maschinen siedelte sich auf einem unbewohnten Planeten mit für Menschen lebensfeindlichen Bedingungen an und gründete die Cytus-Allianz.

Dort hatten die Maschinen eine Zeit lang ihre Ruhe und konnten sich weiterentwickeln. Auch begann die Konföderation Handelsbeziehungen mit der Cytus-Allianz, da sie erkannte, dass sich die Maschinen weit über ihre eigentliche Programmierung hinaus entwickelt hatten und es dem Sinn der Grundsätze der Konföderation nach Gemeinschaft und Kooperation entsprach.

Krieg

Im Jahr 426 n.I. nach Jahren des friedvollen Miteinanders, in denen man den Maschinen gestattete sich auf weiteren Planeten anzusiedeln, die nicht zum Territorium der Konföderation gehörten, geschah das bis dahin unmögliche. Ein Attentäter ermordete den obersten Senator des Konföderationsrates, woraufhin die Schuld in den Reihen der Cytus-Allianz gesucht wurde.

Dieses offensichtliche Misstrauen ließen sich die Maschinen jedoch nicht gefallen, woraufhin es im Jahr 432 n.I. zum 1. Maschinenkrieg kam.

Dieser 15 Jahre anhaltende Krieg zerrüttete das Verhältnis der beiden Seiten zutiefst, weshalb auch nach Kriegsende an ein friedliches Miteinander nicht mehr zu denken war.

Die Konföderation litt in der Folge unter zunehmendem Verfolgungswahn, in dem sie Spione der Cytus-Allianz in den eigenen Reihen vermutete und es bis heute tut. So geschah es, dass die Grundrechte der Bürger innerhalb der Konföderation immer stärker eingeschränkt wurden und das einzige Bestreben darin lag, immer mehr und stärkere, den Maschinen überlegenere Waffen und Technologien zu entwickeln.

Als im Jahre 537 n.I. eine Terrorwelle die Konföderation heimsuchte stellte der Senat fest, dass das einzige Ziel der Konföderation darin liegen kann, seine Bürger zu beschützen. Und so wurde beschlossen, die Konföderation in den Kriegszustand zu versetzen und umzubenennen, um seiner neuen Rolle gerecht zu werden. Das Protektorat war geboren.
Doch nicht alle Bürger des neuen Protektorats konnten sich mit den neuen Gesetzen und Entwicklungen anfreunden. Einige wünschten sich die Grundsätze und Ziele der alten Konföderation zurück. Insbesondere das Streben nach Kontakt mit der Erde, der Wiege der Menschheit.

Doch auf Grund des Verfolgungswahns des Protektorats waren solche Freigeister gezwungen in den Untergrund zu gehen, wenn sie nicht getötet werden wollten.

So wurde die Allianz der Terrakianischen Söhne gegründet. Ein Verbund eben jener Freigeister, die den Kampf wenn nötig bis in das Herz des Protektorats tragen und die alte Ordnung wieder herstellen würden.

Vom Protektorat als Verräter und Rebellen tituliert und verfolgt schlossen sich den terrakianischen Söhnen schon bald Wissenschaftler und Soldaten an, welche für Verteidigungsstrategien verantwortlich sind und wenn nötig entsprechende Waffenmittel zur Verfügung stellen.

Das Protektorat sah sich auf Grund der Tatsache, dass es scheinbar nur von Feinden umgeben ist unter Zugzwang. Und so wurden die Kolonisationsbemühungen immer weiter voran getrieben um neue Ressourcenquellen zu erschließen.
Im Jahr 586 n.I. schließlich nahm dieser Kolonisierungswahn ein abruptes Ende. Denn in diesem Jahr traf das Protektorat zum ersten Mal auf das Volk der Kanthenianer. Man war also nicht alleine in dieser Galaxis. Im Gegenteil, man traf mit einem Mal auf ein anderes Volk, das in seinen Territorialansprüchen dem Protektorat in nichts nachstand.

Die wenigen Überlebenden des ersten Aufeinandertreffens mit den Kanthenianern berichteten von merkwürdig lebendig wirkenden Schiffen und Wesen, die scheinbar mit technologischen Auswüchsen versehen waren.

Das Protektorat konnte sich davon keine Vorstellung machen und so wurden die Kanthenianer als aggressiver Feind klassifiziert, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Über ihre Natur, Technologie oder anderes kann auch heute nur spekuliert werden, da es oft in Konflikten mit den Kanthenianern nur wenige bis keine Überlebenden gibt.


Wir schreiben das Jahr 625 n.I. und die Galaxis brennt. Es liegt nun an uns Kommandanten das Schicksal unseres Volkes zu erfüllen. Wir ziehen hinaus, wo uns der Ruf der Schlacht ereilt und kämpfen bis zum letzten Atemzug gegen alle und jene, welche versuchen uns zu vernichten.

Konflikte gibt es wahrlich genug. Das Schlachtfeld bestimmen wir ganz alleine. Sammelt eure Streitkräfte, rüstet euch aus und vernichtet all jene, die euch im Weg stehen. Und seid ihr müde oder erschöpft, denkt immer daran:

THE WAR CONTINUES
Zuletzt geändert von Harald am Mi 28. Dez 2016, 19:32, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Warum wir kämpfen

Beitrag von Harald » Mi 28. Dez 2016, 15:40

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